Klassiknacht der Rekorde

Bei herrlichstem Wetter hat die grandiose Harener Klassiknacht im Schatten der Mersmühle ihren zehnten Geburtstag gefeiert. Nach einer fulminanten Aufführung gab es minutenlange stehende Ovationen vom begeisterten Publikum für ein Hör- und Seherlebnis in idyllischer Open-Air-Atmosphäre.


„Bei unserem kleinen Jubiläum spielt diesmal auch das Wetter perfekt mit und hat uns einen Rekordbesuch beschert“, verkündete ein strahlender Uli Schepers, Initiator der Klassiknächte in Haren (Ems), ins erwartungsfrohe Publikum, das aus dem gesamten Emsland in die Schifferstadt gekommen war.

Um Punkt 20:00 Uhr brauste lauter Beifall auf, als der Moderator den charismatischen Dirigenten Lubertus Leutscher zu seinen Musikern des Veenkoloniaal Symphonie Orkests (VKSO) auf die Bühne bat. Hinter den Instrumentalisten hatten sich bereits der Städtische Musikverein Meppen, der Schulchor des Gymnasiums Haren und der Männergesangverein Concordia aufgestellt. Ein grandioser Anblick, diese Bühnen-Rekordbesetzung mit insgesamt 250 Musikern und Sängern.

Eingeleitet wurde der Hauptteil des Konzertes mit der musikalisch fließenden Moldau in der Ems-Schifferstadt Haren. Smetanas berühmtes Werk schildert in musikalischer Form den Lauf der Moldau, und die Musik dazu die floss sehr harmonisch und klangvoll, was trotz der komplizierten Akustik unter einer großen Zeltdachbühne fabelhaft funktionierte.

Dann wurde es „bombastisch“; ein riesiger Klangkörper, erzeugt durch 250 Protagonisten, öffnete sich bei Händels „Halleluja“. Starke Leistung der Chöre, im Gesamtklang toll zum Orchester ausbalanciert. Es folgte die musikalische Beschreibung der „Macht des Schicksals“ von Verdi, ein anspruchsvolles Werk, das das Orchester sehr gut meisterte.

Wohlige Gänsehautschauer bei den Musikliebhabern erzeugte danach der ergreifende Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“. Ganz erstaunlich der harmonische Zusammenklang der drei Chöre, als sängen sie seit Jahren zusammen. Toll der Beitrag der jungen Stimmen des Gymnasiumchores zum vielstimmigen und imposanten Klangteppich.

Mit dem ersten Satz aus „Scheherazade“ von Nikolai Rimski-Korsakow schickte das Orchester das begeisterte Publikum in die Pause. Dort gab es kulinarische Spezialitäten und die Konzertbesucher konnten die Ausstellung der Werke mehrere Künstler aus der Region besichtigen.

Der zweite Teil wurde mit der 3. Sinfonie in F-Dur von Brahms eröffnet, gefolgt von Orff-Gesängen aus „Carmina Burana“, bei denen die Chöre erneut stimmgewaltiges Volumen zeitgen. Es wurden mit feuriger Dynamik Auszüge aus „Lord oft the Dance“ und „Fluch der Karibik“ dargeboten, und auch die zur Europahymne deklarierte „Ode an die Freude“ aus Beethovens Feder mit Text von Friedrich Schiller durfte dabei nicht fehlen.

Als dann die letzten Töne aus Elgars „Pomp an Circumstance“ verhallten, wurde es zum Finale spektakulär. Bei der Ouvertüre aus Händels Feuerwerkmusik entfachten Feuerwerker tonsynchron ein farbenprächtiges Lichterspiel am Harener Nachthimmel.

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