Das Müllerhaus

Beim Müllerhaus handelt es sich dem Grundriss und der Konstruktion nach um ein mit holzreichem Fachwerk ausgestattetes niederdeutsches Hallenhaus (Zweiständerhaus in Ankerbalkenkonstruktion), wie es jahrhundertelang Wohn- und Arbeitsraum unserer Vorfahren gewesen ist.

Das Müllerhaus

Im Inneren des Hauses fand das Wohnen und Wirtschaften von der Herdstelle bis zum großen Eingangstor in einem Raum statt. An den Seiten der Tenne, wo einstmals das Vieh stand, sind Geräte aus der Landwirtschaft und Müllerei aufgestellt bzw. ist dort die Ausstellung "Vom Korn zum Brot" aufgebaut.

Herdstelle im Müllerhaus

Im Dachgeschoss befindet sich der große Ausstellungsraum mit den maßstabsgerechten Mühlenmodellen aller Bauarten und der Darstellung des gangbaren Innenlebens eines Mühlenbauwerks. An diesen Modellen wird die gesamte Entwicklung des Mahlwesens und der Müllerei über viele Jahrhunderte dokumentiert. Insgesamt sind im Mühlenmuseum 50 Originalmühlen und Mühlenmodelle zu sehen.

Mühlenausstellung mit vielen Modellen

 

Der Windfang am Müllerhaus wurde durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Kultur gefördert.

 

Folgende Modelle (mit ausführlicher Beschriftung und zeichnerischer Darstellung) sind im Müllerhaus zu sehen:

  • 2 mittelalterliche Handmühlen (Querne)
  • 1 Senfmühle (16 Jhrt.) und 1 Grützmühle (1754)
  • 1 oberschlächtige Wassermühle
  • 1 Rossmühle zum Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen
  • 1 Bockwind- und 1 Kappen-Windmühle
  • 1 Schiffsmühle und 1 Kokerwindmühle
  • 3 Wasserschöpfmühlen (einschließlich eines Tjaskers)
  • 1 Bäckerhandmühle (um 1900, Original)
  • 1 Windsägemühle mit Modell einer Püntenwerft
  • 1 Hammermühle mit Wasserradantrieb
  • 1 Modell einer modernen Windenergieanlage